Rosa Winkel - Die Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus
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Buchempfehlung:

»Aus dem Volkskörper entfernt«?

Homosexuelle Männer im Nationalsozialismus

Über Jahrzehnte tabuisiert, rückt die nationalsozialistische Homosexuellenverfolgung erst in jüngster Zeit ins Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit. Woran es bislang mangelte, waren überregionale Untersuchungen, die einen Überblick über Alltag und Verfolgung Homosexueller im »Dritten Reich« geben. Alexander Zinn legt nun eine Studie vor, die eine neue und umfassende Sicht auf dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte ermöglicht.

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Kämpfer für Freiheit des Dritten Geschlechts

25. Juni 2019. Anlässlich des 50. Jahrestages der Reform des "Homosexuellenparagrafen" 175 fordern über 50 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Rehabilitierung des thüringischen Juristen Dr. Hans Holbein (1864-1929) und die Wiederbelebung der vor 100 Jahren gegründeten "Holbein-Stiftung" zur Erforschung der Homosexualität. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen a. D.

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Link zur Initiative Holbein-Stiftung






Buchtipp: „Das Glück kam immer zu mir“

Rudolf Brazda war der vermutlich letzte bekannte Zeitzeuge, der wegen seiner Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert wurde. Seine Biographie ist unter dem Titel „Das Glück kam immer zu mir. Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ im Campus-Verlag erschienen.

Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert er die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die 1945 noch nicht zu Ende war.

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Workshop Homosexuellenverfolgung im regionalen Vergleich

Seit April 2018 wird am Hannah-Arendt-Institut der TU Dresden die staatliche Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit und unter dem DDR-Regime untersucht. In diesem Rahmen veranstaltet das Institut am 6. und 7. September 2019 einen Workshop, der die regionalen Unterschiede der Verfolgungspolitik und der daraus resultierenden Lebenssituation Homosexueller in den Blick nimmt.

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Gab es eine Lesbenverfolgung durch das NS-Regime?

In der Öffentlichkeit ist im Hinblick auf die NS-Zeit oft von einer »Verfolgung von Schwulen und Lesben« die Rede. Doch inwieweit lässt sich eine Verfolgung weiblicher Homosexualität im NS-Staat tatsächlich nachweisen? Der Historiker Alexander Zinn legt mit seiner Dissertation einige neue Forschungsergebnisse zum Thema vor, die hier als PDF-Datei zur Verfügung gestellt werden.

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Filmtipp: „Klänge des Verschweigens“

Der 1897 geborene Willi Heckmann ist ein beliebter Musiker, der als Alleinunterhalter durch Deutschland tourt und in Gaststätten auftritt. Im Juli 1937 wird er plötzlich von der Gestapo verhaftet. Der Vorwurf lautet Homosexualität. Heckmann wird in "Schutzhaft" genommen und in die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen deportiert, wo er bis zur Befreiung 1945 in Haft bleibt.

Erst wenige Jahre vor Heckmanns Tod erfährt sein Neffe Klaus Stanjek durch Zufall von der KZ-Haft des Onkels. Er arbeitet mehr als zwei Jahrzehnte an einem Dokumentarfilm über Heckmann. 2012 feiert der Film "Klänge des Verschweigens" schließlich Premiere, inzwischen ist er auch auf DVD erhältlich.

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Rehabilitierung: Urteile nach § 175 aufgehoben

Berlin, 22.6.2017. Einstimmig hat der Deutsche Bundestag beschlossen, auch die nach 1945 gefällten Urteile nach § 175 aufzuheben. Die betroffenen Männer, die nach dem in der NS-Zeit erheblich verschärften Paragrafen verurteilt wurden, sollen entschädigt werden. Für Kritik sorgte eine in letzter Minute auf Druck von CDU/CSU erfolgte Änderung, derzufolge nur solche Personen rehabilitiert werden, deren Partner mindestens 16 Jahre alt waren.

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Zeitzeugen zum homosexuellen Leben in Sachsen gesucht

Am Hannah-Arendt-Institut in Dresden wird die Verfolgung Homosexueller in Sachsen erforscht. Dafür suchen die Wissenschaftler Zeitzeugen, die über das homosexuelle Leben im Sachsen der 40er, 50er und 60er Jahre berichten können. Gesucht werden nicht nur Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender, sondern auch Freunde, Familienangehörige, Kollegen, Mitarbeiter von Kneipen oder der Polizei.

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© Alexander Zinn 2017